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Deutsch Intern
    Institute for Pharmacy and Food Chemistry

    DPhG-Vorträge (Wintersemester 2021/22)

    Pandemie-bedingt wird der nächste DPhG-Vortrag in Würzburg am 7. Dezember 2021 leider nicht als Präsenzveranstaltung, sondern als Webseminar unter Verwendung der Software "ZOOM" stattfinden.

    Wie können Sie an einem Zoom-Webseminar teilnehmen?

    1. Melden Sie sich bitte bis spätestens um 12.00 Uhr am Tag des jeweiligen Webseminars an. Die Anmeldelinks finden Sie jeweils unten in der Veranstaltungsankündigung.

    2. Nach der Anmeldung erhalten Sie am Nachmittag vor dem jeweiligen Webseminar eine E-Mail mit dem Teilnahmelink zum ZOOM-Webseminar.
      Um an einem Webseminar teilzunehmen, müssen Sie den entsprechenden Link öffnen. Wenn auf Ihrem Endgerät (PC/Notebook/Tablet/Smartphone) das Programm ZOOM noch nicht installiert ist, wird Ihnen die kostenlose Installation des ZOOM-Programmes bzw. der App angeboten. Nach erfolgreicher Installation werden Sie direkt in den Veranstaltungsraum weitergeleitet. 

      Wir empfehlen, die Installation spätestens 15 Minuten vor Beginn des ersten Webseminares durchzuführen, an dem Sie teilnehmen möchten. Zur Teilnahme an weiteren Webseminaren müssen Sie dann nur noch den jeweiligen Teilnahmelink öffnen und befinden sich direkt im entsprechenden Veranstaltungsraum. Weitere Einstellungen von Ihrer Seite aus sind nicht notwendig. 
       

    Teilnahmezertifikat

    Die Webseminare sind für das Fortbildungszertifikat der Bayerischen Landesapothekerkammer mit 3 Punkten für Apotheker, PTA und Pharmazeuten im Praktikum anrechenbar. Das Zertifikat wird Ihnen im Anschluss an die Veranstaltung per E-Mail zugesendet.


    Dienstag, 26. Oktober 2021

    Prof. Dr. Stephan Scherneck

    Institut für Pharmakologie, Toxikologie und Klinische Pharmazie, Universität Braunschweig

    „Arzneimitteltherapie in der Schwangerschaft: wo sind Fallstricke in der Risikokommunikation?"

    Die COVID-19-Pandemie ist ein aktuelles Beispiel, wie eine fehlende Zulassung oder Anwendungsempfehlung eines Arzneimittels für spezielle Patientengruppen zu großer Verunsicherung führen kann. Für die Arzneimitteltherapie in der Schwangerschaft ist diese Problematik für viele Indikationsgebiete seit Jahrzehnten Realität. Trotzdem besteht fast immer die Möglichkeit einer geeigneten Therapie. Bei der Beratung der Patientinnen und der behandelnden Ärztinnen und Ärzte kann es jedoch ungewollt zu Missverständnissen kommen, die den Behandlungserfolg gefährden können.

    Dieser Vortrag soll einen Überblick über häufige Beratungssituationen geben und anhand von Fallbeispielen verdeutlichen, wie Fehler in der Risikokommunikation minimiert werden können.


    Dienstag, 16. November 2021

    Prof. Dr. Manfred Jung

    Institut für Pharmazeutische Wissenschaften, Pharmazeutische und Medizinische Chemie, Universität Freiburg

     „Epigenetik - Lesezeichen im Buch des Lebens“

    Raupe und Schmetterling sind zwei sehr verschiedene Erscheinungsformen des selben Genoms. Die Veränderungen von einer zur anderen Form lassen sich durch
    die Betrachtung der Epigenetik erklären. Epigenetik ist definiert als vererbbare Veränderungen des Erscheinungsbilds einer Zelle oder eines Organismus, die durch andere Mechanismen als durch Veränderungen in der DNA-Sequenz reguliert werden. Diese Mechanismen reagieren auf externe Signale, z.B. Chemikalien, Stress oder Ernährung, und beeinflussen das Ablesen oder Stilllegen von Genen. Die Epigenetik kann zum Erhalt dieser Veränderungen führen, selbst wenn der anfängliche Reiz nicht mehr vorhanden ist. Diese Veränderungen können so stabil wie bei einer Genmutation sein und damit auch Krankheiten auslösen oder verstärken, sind aber grundsätzlich reversibel und daher zugänglich zur Korrektur durch epigenetische Medikamente. In diesem Vortrag werden die prinzipiellen Mechanismen der Epigenetik und bereits zugelassene Arzneimittel vorgestellt. Zudem werden Fallstudien aus unserer eigenen Forschung zu histonmodifizierenden Enzymen als potenzielle Wirkstoff-Targets beleuchtet.


    Dienstag, 7. Dezember 2021

    Dr. Mirko Koziolek

    AbbVie Deutschland GmbH & Co. KG

    Bitte nehmen Sie diese Tablette auf nüchternen Magen ein – Einblicke in den Einfluss der Einnahmebedingungen auf die orale Absorption“

    Anmeldung zum Webseminar
    https://forms.gle/YRGL5fh9fL5fELKw5 
       (Anmeldeschluss: 7.12.2021, 12:00 Uhr)

    „Eine Stunde vor dem Essen oder lieber zwei Stunden nach dem Essen? Warum muss das Medikament mit einem Glas Wasser eingenommen werden?“ Mit solchen oder ähnlichen Fragen zur Anwendung oraler Arzneimittel werden Apotheker*innen in der Praxis immer wieder konfrontiert. In diesem Vortrag wird sich Dr. Mirko Koziolek diesen Fragen auf wissenschaftliche Weise nähern und anhand von Beispielen erläutern, warum für die erfolgreiche Entwicklung und Anwendung von oralen Arzneiformen heutzutage eine genaue Kenntnis der Anatomie und Physiologie des Magen-Darm-Traktes erforderlich ist. Der Einsatz moderner diagnostischer und bildgebender Methoden erlaubte es in den vergangenen Jahren, tiefere Einblicke in das Verhalten oraler Arzneiformen im menschlichen Körper zu gewinnen. Auf diese Weise konnte ein wissenschaftliches Fundament für die rationale Entwicklung von Arzneimitteln sowie deren korrekte Anwendung geschaffen werden.


    Dienstag, 11. Januar 2022

    Vortrag in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Geschichte der Pharmazie (DGGP)

    Prof. Dr. Ulrike Holzgrabe

    Institut für Pharmazie und Lebensmittelchemie, Pharmazeutische und Medizinische Chemie, Universität Würzburg

    und

     Dr. Dr. Thomas Richter

    Institut für deutsche Philologie, Universität Würzburg und Richter Apotheken, Würzburg

     „Historische Seuchen und ihre Therapie im Spiegel von Pharmazie und Wissenschaftsgeschichte“

    Seuchen und Pandemien gab es auch schon vor Corona. Zu allen Zeiten mussten sich die Menschen diesen Herausforderungen stellen und Lösungen entwickeln, um die sprunghafte Ausbreitung von Infektionen zu bekämpfen. Auch in der schöngeistigen wie der Fachliteratur haben die Infektionserkrankungen eine Rezeption erfahren. Aus dem Blickwinkel der moderner Pharmazie, aber auch der Wissenschafts- und Literaturgeschichte lassen sich Erkenntnisse gewinnen, welche zu einem besseren Verständnis der Ereignisse seit dem Ausbruch von SarsCovid19 zu Beginn des Jahres 2020 beitragen können.

    Beide Referenten haben sich aus verschiedenen Perspektiven mit dem Thema „Seuchen und Infektionskrankheiten“ beschäftigt und präsentieren ihre Erkenntnisse im Rahmen eines Doppelvortrages.