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Intern
Institut für Pharmazie und Lebensmittelchemie

Sommersemester 2021

Dienstag, 20. April 2021

Prof. Dr. Martin Fromm

Institut für Experimentelle und Klinische Pharmakologie und Toxikologie, Lehrstuhl für Klinische Pharmakologie und Klinische Toxikologie, Universität Erlangen-Nürnberg

Arzneimitteltherapiesicherheit bei neuen oralen Antitumortherapeutika

Eine Vielzahl oraler Antitumortherapeutika ist in den letzten Jahren auf den Markt gekommen. Mit diesem Fortschritt ist allerdings eine erhöhte Komplexität der Therapie verbunden, die die Arzneimitteltherapiesicherheit gefährdet. Ein Problem stellt mangelnde Adhärenz der Patienten dar. Die Resorption von etwa der Hälfte der Wirkstoffe wird durch Nahrung oder (bei ca. 20% der Wirkstoffe) den Magen-pH (cave Protonenpumpenhemmer) beeinflusst. 70% der oralen Antitumortherapeutika werden vorwiegend über CYP3A4 metabolisiert, d.h. die Pharmakokinetik kann durch Grapefruitsaft und CYP3A4-Modulatoren verändert sein. Der Prävention, Erkennung und Therapie von Nebenwirkungen (u.a. gastrointestinaler, kutaner, kardiovaskulärer Art) sollte große Bedeutung beigemessen werden. Eigene aktuelle Daten (Dürr et al., J Clin Oncol, im Druck) belegen, dass durch eine zusätzliche klinisch pharmakologische / pharmazeutische Therapiebegleitung die Anzahl der Arzneimittelbezogenen Probleme (d.h. Nebenwirkungen und ungelöste Medikationsfehler) sinkt und die Patientenzufriedenheit steigt. Durch diese Therapiebegleitung können schwerwiegende Nebenwirkungen und ungeplante Hospitalisierungen deutlich reduziert werden.


Dienstag, 10. November 2020

Prof. Dr. Karsten Mäder

Institut für Pharmazie, Pharmazeutische Technologie / Biopharmazie, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Halle

 „Galenische Optimierung der oralen Bioverfügbarkeit:

Viele Wirkstoffe besitzen nach peroraler Gabe eine geringe, stark schwankende und nahrungsmittelabhängige Bioverfügbarkeit. Im Vortrag werden die Ursachen für eine schlechte orale Bioverfügbarkeit diskutiert und mögliche galenische Strategien vorgestellt, welche zu einer verbesserten und weniger variablen Bioverfügbarkeit führen können. An Beispielen von Lipidformulierungen für Antimalariawirkstoffe und amorphen Einbettungen wird gezeigt, wie optimierte Formulierungen rational entwickelt werden können. Hierbei müssen physiologisch relevante Parameter und Prozesse (z.B. verschiedene pH-Werte, Verdünnungseffekte, enzymatischer Abbau von Hilfsstoffen durch Pankreasenzyme) berücksichtigt werden, da diese einen wesentlichen Einfluß auf die Bioverfügbarkeit haben können.Notwendigkeit, Konzepte und Performance


Dienstag, 22. Juni 2021

Dr. Carina Vetye-Maler

Apotheker ohne Grenzen Deutschland e. V.

„Pharmazeutische Arbeit in den Slums von Buenos-Aires“

Vorgestellt wird die schwierige und belastende pharmazeutische Arbeit in Elendsvierteln von Buenos Aires. Apothekerin Dr. Carina Vetye arbeitet seit bald 20 Jahren für die Hilfsorganisation „Apotheker ohne Grenzen Deutschland“ in argentinischen Slums und hat dort für ein Einzugsgebiet von etwa 30.000 Menschen eine zuverlässige Arzneimittelversorgung aufgebaut. Der Zugang zu Basismedikamenten  ist für Menschen ohne Krankenversicherung keine Selbstverständlichkeit. Pharmazeutisches Wissen, pharmazeutische Beratung, bedarfsgerechtes Arbeiten und ein langfristiges Commitment sind hier besonders gefragt.