Pharmazie
Important information for students from abroad:
In Germany, Pharmacy studies are legally regulated by the so-called "Approbationsordnung für Apotheker" and all lectures and exams are exclusively conducted in German. If you are interested in studying Pharmacy iat a German University, strong knowledge of the German language is absolutely necessary, which is also relevant with regard to a later approval as a licenced pharmacist.
Ziele, Inhalte und Aufbau
Wer in Deutschland den Apothekerberuf ausüben möchte, muss eine Approbation als Apotheker besitzen. Dafür muss man ein mindestens vierjähriges Studium der Pharmazie und ein daran anschließendes, einjähriges "Praktisches Jahr" absolvieren. Im Studium werden zahlreiche Inhalte und Kenntnisse vermittelt, das Praktische Jahr bereitet auf die spätere Tätigkeit in der "Offizin", der öffentlichen Apotheke, vor.
Pharmazie ist ein sogenannter zulassungsbeschränkter Studiengang:
Die Studienplätze werden zentral und deutschlandweit von der Stiftung für Hochschulzulassung vergeben, bei der man sich bewerben muss. Voraussetzung für die Zulassung zum Pharmaziestudium ist die allgemeine Hochschulreife (Abitur), es gibt aber auch andere Qualifikationen, die für den Hochschulzugang berechtigen.
Pharmazie studieren ist ideal für alle, die gerne im Labor arbeiten, wissenschaftliche Fragestellungen lösen und über Fachgrenzen hinweg denken. Neben naturwissenschaftlichem Interesse sind auch Teamfähigkeit, Kommunikationsstärke und die Freude am Umgang mit Menschen wichtige Voraussetzungen für Studium und den späteren Beruf in der Offizin.
Die wichtigsten Ausbildungsinhalte
Pharmazie ist eine interdisziplinäre Wissenschaft, die auf fünf Kernfächern bzw. Kerndisziplinen beruht:
- Pharmazeutische und Medizinische Chemie
- Pharmazeutische Technologie und Biopharmazie
- Klinische Pharmazie
- Pharmakologie und Toxikologie
- Pharmazeutische Biologie.
Im Verlauf des Studiums werden Grundlagen und vertiefte Kenntnisse dieser Fächer behandelt. Schwerpunkte liegen im Bereich der anorganischen und organischen Chemie, der Biochemie, Molekularbiologie und Gentechnik, instrumenteller Analysemethoden zur Qualitätsprüfung von Arzneistoffen nach Arzneibuch, physikalisch-technologische Fragestellungen sowie der Wirkungen und Nebenwirkungen von Arzneistoffen, der Arzneimitteltherapie, der Entwicklung und Herstellung von Arzneistoffen und Arzneimitteln sowie Grundlagen der Human- und Pflanzenbiologie und botanischer Systematik.
In den einzelnen Lehrgebieten wird anfangs ein breites Spektrum an Wissen im Rahmen von Vorlesungen, Seminaren und Praktika vermittelt, das nach und nach ein strukturiertes Netzwerk der pharmazeutischen Wissenschaften mit vielen thematischen Schnittpunkte und Parallelen ergibt.
Struktur der Pharmazeutischen Ausbildung
Das Pharmaziestudium wird in drei Ausbildungsabschnitte gegliedert und umfasst mindestens acht Semester Universitätsstudium, von denen die ersten vier als Grundstudium und die Semester fünf bis acht als Hauptstudium bezeichnet werden. Danach schließt sich ein einjähriger, praktischer Ausbildungabschnitt außerhalb der Universität an, das "Praktische Jahr".
Jeder Ausbildungsabschnitt schließt mit einer Staatsprüfung ("Staatsexamen") ab, sodass insgesamt drei Examensprüfungen abgelegt werden müssen, um die pharmazeutische Ausbildung erfolgreich zu absolvieren und eine Approbation beantragen zu können.
Umfang und Inhalte der pharmazeutischen Ausbildung sind durch die Approbationsordnung für Apotheker (AAppO) streng geregelt.
Berufsbild und Perspektiven
Apothekern und Apothekerinnen wurde vom Gesetzgeber der Auftrag erteilt, die ordnungsgemäße Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln durchzuführen und sicherzustellen. Dies umfasst insbesondere die ausführliche Information und Beratung über Arzneimittel und eine Beratung in der Gesundheitsförderung.
Nicht nur in der öffentlichen Apotheke sind Pharmazeuten und Pharmazeutinnen gefragte Experten und Expertinnen für Themen wie Entwicklung, Herstellung, Qualitätssicherung, Prüfung, Lagerung, Abgabe und Risikobewertung von Arzneimitteln und Medizinprodukten. Wer in der pharmazeutischen Industrie tätig wird, sucht z. B. nach Wirkstoffen, entwickelt neue Darreichungsformen für Arzneistoffe oder stellt die Qualität der hergestellten Produkte sicher.
Eine ausführliche Übersicht der Karrieremöglichkeiten können Sie bei bei der Fachgruppe WIV Apotheker e.V finden, die eine Broschüre zu den Tätigkeitsfeldern außerhalb der öffentlichen Apotheke zusammengestellt hat (im Download-Bereich).
