Veranstaltungen
Am Institut für Pharmazie und Lebensmittelchemie finden regelmäßig interessante Vorträge, Kolloquien und Fortbildungen zu aktuellen wissenschaftlichen Themen statt. Wir sind nicht nur in der Forschung stark, sondern bilden auch Offizin-Apotheker fort und bieten unseren Doktoranden die Möglichkeit zur Weiterbildung zum Fachapotheker für Pharmazeutische Analytik und Pharmazeutische Technologie.
Neben der Bayerischen Akademie für Klinische Pharmazie (Gründungsmitglieder sind die Professorinnen Petra Högger und Ulrike Holzgrabe), die sich um die Ausbildung von praktizierenden Apothekern in diesem Fach kümmert, gibt es die "Zentrale wissenschaftliche Fortbildung der Landesgruppe Bayern", einen jährlich stattfindenden Fortbildungsnachmittag, sowie regelmäßig Abendvorträge in Kooperation mit der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft.
Die Vorträge sind für das Fortbildungszertifikat der Bayerischen Landesapothekerkammer mit 2 Punkten für Apotheker, PTA und Pharmazeuten im Praktikum anrechenbar.
DPhG-Vorträge
Beginn der Vorträge ist jeweils um 19.00 Uhr.
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Der Vortrag am 20. Oktober 2026 findet ausschließlich online per ZOOM statt.
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Die weiteren Vorträge finden „hybrid" in Präsenz im Seminarraum 01.005 (Institut für Pharmazie und LMC, Am Hubland) sowie online per ZOOM statt.
Referenten und Vorträge im Wintersemester 2026/27
„Der Aufstieg Chinas zur Pharmazeutischen Weltmacht – vom Generika-Hersteller zum führenden Innovationstreiber"
Die globale pharmazeutische Industrie erlebt aktuell einen tiefgreifenden Strukturwandel. China exportiert längst nicht mehr nur Wirkstoffe und Generika, sondern entwickelt und produziert auch innovative Arzneimittel.
Die wachsende internationale Bedeutung des chinesischen Arzneimittelmarktes spiegelt sich u.a. in der Zulassungsstatistik und in den in China entwickelten Produkten wider. Im Jahr 2025 wurden von der chinesischen Arzneimittelzulassungsbehörde National Medical Products Administration (NMPA) 289 Arzneimittel zugelassen. 157 (54 %) enthalten einen chemisch-synthetischen Arzneistoff, 106 (37 %) ein Biologikum (therapeutisch biologische Produkte, TBP). Weitere 26 (9 %) gehören zur Gruppe der traditionellen chinesischen Arzneimittel (TCM). Impfstoffe, Biosimilars und in-vitro-Diagnostika sind in dieser Statistik nicht berücksichtigt. Mehr als die Hälfte der Arzneimittel (54 %) stammen von chinesischen Pharma-Unternehmen, womit im Jahr 2025 erstmals mehr inländische als importierte Arzneimittel in China zugelassen wurden.
Als innovative Arzneimittel gelten in China solche, die chemisch-synthetische Arzneistoffe, Biologika oder TCM-Rezepturen/Präparate enthalten, die bisher nicht im chinesischen Arzneimittelkodex (National Drug Standards) gelistet waren. Im Zulassungsjahr 2025 fielen In diese Gruppe 112 Produkte, darunter 76 Arzneimittel, die zum Zeitpunkt der Zulassungsantragstellung in China noch in keinem Land der Welt vermarktet wurden (Arzneimittel der Klasse I). 65 Klasse I-Arzneimittel hatten ihren Ursprung in China, 11 im Ausland. Bei den übrigen innovativen Arzneimitteln handelt es sich um Importarzneimittel, die bereits über eine Zulassung außerhalb von China verfügten. Unter den aus China stammenden Klasse I-Arzneistoffen verfügen einige über interessante Wirkmechanismen und hohe klinische Relevanz. Über sie wird im Vortrag berichtet.
Die hier zusammengefassten NMPA-Zahlen für 2025 sind mehr als eine Zulassungs-statistik. Sie spiegeln eine geopolitische Verschiebung wider, die in der westlichen Pharmaindustrie zunehmend als strukturelle Herausforderung wahrgenommen wird. Die NMPA-Daten belegen: China ist kein nachgelagerter Absatzmarkt mehr, sondern setzt pharmazeutische Maßstäbe, die sich bereits jetzt bei innovativen Eigenentwicklungen, Lizenzstrategien, Entwicklungspartnerschaften und dem globalen Innovationswettbewerb bemerkbar machen.
„Vorhofflimmern“
„Starke Analgetika ohne Nebenwirkungen: Traum oder Wirklichkeit“
„Neue Einblicke aus der Grundlagenforschung: Regulation der G-Protein gekoppelten Rezeptoren“
G-Protein gekoppelte Rezeptoren sind an der Regulation einer Vielzahl von biologischen Prozessen beteiligt. Dieser Umstand kann ausgenutzt werden, um Erkrankungen über die Modulation solcher Rezeptoren zu beeinflussen. Dies erklärt, warum etwa 30 Prozent aller eingesetzten Medikamente ihre Wirkung über Bindung an sogenannte G Protein gekoppelte Rezeptoren vermitteln. Um eine ausbalancierte physiologische Zellantwort zu erhalten, werden diese Rezeptoren durch Kinasen und Adapterproteine wie β-Arrestine stark reguliert. Dadurch wird das primäre Signal von der Zelloberfläche abgeschwächt, während intrazelluläre Signale stärker an Bedeutung gewinnen können. In diesem Prozess setzt unsere Grundlagenforschung an. Wir untersuchen mit genetisch editierten Zelllinien (CRISPR/Cas9) und optischen Verfahren (BRET/FRET) wie diese regulativen Prozesse über GRKs bzw. β-Arrestine nutzbar sein könnten, gezielt Signalwege zu beeinflussen, um im Idealfall verbesserte Medikamente zu erhalten.
„Auf dem Weg zu einer professionalisierten Hochschuldisziplin: Pharmazie in Würzburg zwischen 1782 und 1906“
Anmeldung
Um am ZOOM-Meeting teilnehmen zu können, wählen Sie den entsprechenden Link aus und folgen Sie den Anweisungen, um sich zu registrieren.
Danach erhalten Sie eine E-Mail zur Bestätigung inkl. des Meeting-Links.
So finden Sie den Veranstaltungsort:
Das Institut für Pharmazie und LMC finden Sie direkt an der Straße "Am Hubland" an der Kreuzung zur Zeppelinstraße. Den Haupteingang erreichen Sie über den kleinen Weg links neben dem Gebäude in Richtung Mensa.
Der Seminarraum 01.005 befindet sich im 1. Stock, Lehrstuhl für Pharmazeutische Chemie, hinter der Glastür am Ende des kurzen Flures. Zusätzlich wird der Weg vom Haupteingang ausgehend beschildert sein.
1. Zentrale wissenschaftliche Fortbildung der Landesgruppe Bayern 2027
vormals: Würzburger wissenschaftliche Winterfortbildung (WwW) für Apotheker
Einmal jährlich organisieren wir diese Fortbildungsveranstaltung im Zusammenarbeit mit der Bayerischen Landesapothekerkammer (BLAK).
Sie wird mit 4 Punkten für das Fortbildungszertifikat anerkannt.
Die Veranstaltung findet ausschließlich online per ZOOM statt.
Um am ZOOM-Meeting teilnehmen zu können, wählen Sie folgenden Link aus und folgen Sie den Anweisungen, um sich zu registrieren.
Danach erhalten Sie eine E-Mail zur Bestätigung inkl. des Meeting-Links.
Programm
| 15.00 - 15.10 Uhr | Begrüßung und Einleitung in das Thema |
| Prof. Dr. Ulrike Holzgrabe (Institut für Pharmazie und LMC, Universität Würzburg) | |
| 15.10 - 16.00 Uhr | Wie gesund sind Nahrungsergänzungsmittel und helfen Sie gesund zu bleiben? |
| Prof. Dr. Susanne Alban (Institut für Pharmazie, Universität Kiel) | |
| 16.00 - 16.50 Uhr | GLP-1- und GIP-Rezeptor-Agonisten – die richtige Methode zum Abnehmen? |
| Prof. Dr. Martina Düfer (Institut für Pharmazeutische und Medizinische Chemie, Pharmakologie, Universität Münster) | |
| 16.50 - 17.20 Uhr | Pause |
| 17.20 - 18.10 Uhr | Longevity – ist das möglich? |
| Prof. Dr. Theo Dingermann (Avoxa, Eschborn) | |
| 18.10 - 18.20 Uhr | Zusammenfassung |
