Das Institut
Leitbild: Lehre aus Forschung
Die Pharmazeutischen Wissenschaften sind integraler Bestandteil der Lebenswissenschaften. Sie haben innerhalb der letzten Jahre eine stürmische Entwicklung durchgemacht und sind zu einer der Schlüsselwissenschaften des 21. Jahrhunderts geworden - nicht zuletzt um den Herausforderungen gerecht zu werden, die eine sich verändernde Altersstruktur der Gesellschaft an das Gesundheitswesen stellt.
Neue Erkenntnisse der Grundlagen- und der angewandten Forschung werden immer Schneller Einzug in die Praxis finden: Diagnostik, Entwicklung und Prüfung neuer Arzneimittel, deren Anwendung sowie die Erarbeitung von Leitlinien für die Therapie werden zukünftig das Arbeitsumfeld der ApothekerInnen zunehmend prägen.
Wir beschränken uns daher während der Ausbildung der Pharmazeuten nicht nur auf die Weitergabe des gegenwärtigen Stands der Wissenschaften: Vielmehr soll eine ausbaufähige, fundierte naturwissenschaftlich-biomedizinisch geprägte Basis gelegt und sowohl Integration als auch Transfer neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Praxis geübt werden.
Aktiv tätige Forschende vermitteln erkenntnisorientiertes Denken und die Anwendung qualifizierter Problemlösungsstrategien. Anspruchsvolle Forschung ermöglicht zudem die Ausbildung mit Hilfe modernster Geräte und das Training an aktuellen wissenschaftlichen Themen durch motivierte und hochqualifizierte MitarbeiterInnen. Die Forschung auf allen Ebenen der Pharmazeutischen Wissenschaften - von der biomedizinischen Grundlagenforschung, der rationalen Entwicklung neuer Arzneistoffe, deren technologischer Verarbeitung zum stabilen, qualitativ hervorragenden Arzneimittel und dessen Optimierung unter biopharmazeutischen Gesichtspunkten, bis hin zur Entwicklung von Leitlinien zur evidenzbasierten Anwendung und Abgabe von Arzneimitteln in der Klinik und in der Apotheke - erfordert eine interdisziplinäre und vernetzte Forschungsstrategie. Diese wird in Würzburg durch Beteiligung an einer Reihe von Forschungsverbünden, wie Sonderforschungsbereichen, Graduiertenkollegs oder Forschergruppen und internationalen Verbundprojekten (EU, USA), verfolgt. Das Leitbild für die Ausbildung in Würzburg ist daher: Lehre aus Forschung.
Forschungs- und Lehrgebiete in Würzburg
Die pharmazeutisch-akademische Ausbildung an der Universität Würzburg verfolgt das Ziel, aufbauend auf pharmazeutisch-chemischer, technologischer, biologischer, biopharmazeutischer, biomedizinischer sowie klinischer Forschung neues Wissen zu erlangen, anzuwenden und einzusetzen, und somit Studierende, Apotheker und pharmazeutische Wissenschaftler auszubilden und in einem lebenslangen Lernprozess zu begleiten.
Interdisziplinäre Ausbildung
Die Würzburger Hochschullehrenden sind stark mit anderen Fächern vernetzt: Die Grundlagen der Chemie werden zusammen mit der Lebensmittelchemie gelernt, die Pharmazeutische Biologie in enger Angliederung an die Biologen am Lehrstuhl für Pharmazeutische Biologie und die Medizinische Chemie mit Studierenden des Master-Studienganges Chemie.
Themen wie Regenerative Medizin oder bioresponsive Systeme werden in Zukunft in der Pharmazeutischen Technologie eine wichtige Rolle spielen. Nicht nur Pharmazeuten und Mediziner, sondern auch Studierende anderer Studienfächer wie "Technologie der Funktionswerkstoffe" sind hier eingebunden.
Studienverlauf
Das Studium der Pharmazie ist in acht Fachsemester und drei Studienabschnitte gegliedert:
1. Abschnitt: Semester 1-4, Abschluss durch das 1. Pharmazeutische Staatsexamen
2. Abschnitt: Semester 5-8, Abschluss durch das 2. Pharmazeutische Staatsexamen
3. Abschnitt: Praktische außeruniversitäre Ausbildung, Abschluss durch das 3. Pharmazeutische Staatsexamen.
Nach dem Erfolgreichen Absolvieren aller drei Abschnitte kann die Approbation zum/zur ApothekerIn beantragt werden. Auf unseren Informationsseiten zum Studiengang Pharmazie finden Sie detaillierte Informationen zu Studienablauf und -inhalten.